Comics – Februar 2015

Comics haben immer einen Großteil meiner Freizeit ausgemacht. Als Kind war es das wöchentliche Micky Maus Magazin oder Lustige Taschenbücher, die ich regelrecht kaputt gelesen habe … mit acht Jahren entdeckte ich dann allerdings eine andere Welt.

Im Sommer fuhren wir sehr häufig an den Strand. Zwischen Parkplatz und Meer gibt es im Ostseebad Damp noch heute einen Supermarkt. Genau dort, kaufte ich von meinem eigenen Taschengeld im Sommer 1989 mein allererstes Spider-Man Comic, das ich tatsächlich noch heute besitze. Seitdem ist Spider-Man immer meine Nummer Eins gewesen und deswegen macht es in diesem Monat absolut Sinn über den abgeschlossenen Megaevent Spider-Verse zu schreiben.
Ich bin kein großer Fan von Megaevents … zumindest nicht mehr. Das liegt in erster Linie an der Vermarktung von Marvel, denn diese sich mittlerweile häufenden Events, gehen unangebracht ins Geld. Die Tatsache, dass man in den letzten Wochen auch noch zwei Events (Spiderverse & Axis) hat parallel laufen lassen, empfinde ich schon als unverschämt. Meine Ausgaben haben sich in diesen Wochen fast verdoppelt.
(Aber mit diesen Megaevents werde ich wohl noch in einem extra Artikel abrechnen müssen.)

Spider-Verse

 

SPV

In der Welt von Marvel gibt es eine Vielzahl von parallelen Universen. Neben der eigentlichen Welt, in der die meisten Handlungen spielen (Earth-616), ist vor allem das Ultimate Universum am bekanntesten und mit seinem „neuen“ Spider-Man Miles Morales zumindest einigen ein Begriff.

In diesem unendlichen Multiverse existieren ebenso viele Spider-WoMen und andere Spinnenwesen, die alle vor allem eines verbindet: Sie sind das entsprechende Spinnentotem ihres Universums.

Nun tritt eine Familie auf den Plan, ‚The Inheritors‚, die sich exakt aus der Energie dieser Spidertotems ernährt und sich aus diesem Grund durch das Multiverse mordet. Den Spider-WoMen bleibt nichts anderes übrig, als dieser übermächtigen Familie eine eigene Armee entgegen zu stellen und so rekrutieren sie möglichst viele Spidertotems aus möglichst vielen Universen, um in den Krieg zu ziehen.

Ich möchte gar nicht zu viel von der Story preisgeben, denn mich haben vor allem die vielen kleinen Spider-Men-Geschichten aus den unterschiedlichen Universen beeindruckt. Von Spider-Punk, der aus einem Universum stammt, das von einer Militärdiktatur geprägt ist, über Lady Spider, eine Version von Tante May aus einer Steampunk-Welt, bis hin zu Gigantenroboter-Spider-Man im Stile der Power Rangers.

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Seit Maximum Carnage hat mich kein Event mehr so mitgenommen wie Spider-Verse.

Seit Maximum Carnage hat sich allerdings auch vieles in der Fanstruktur getan. Auf Tumblr und Deviantart gibt es eine Vielzahl an Fanart, die diesen Event begleitet hat und tatsächlich dazu einlädt, sich ein bisschen mehr in dieses Multiversum zu begeben.
Marvel hat diesen Trend erkannt und reagiert auf die große Resonanz auf vor allem einen bestimmten Charakter: Mit Spider-Gwen startet demnächst ein Titel, der in einem völlig neuen Universum spielt. Anstatt Peter Parker wurde Gwen Stacy von der radioaktiven Spinne gebissen. Anstatt Gwen Stacy stirbt Peter Parker in den Armen der Heldin. Aber dazu dann eventuell an anderer Stelle später mehr.

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Spider-Verse ist eine absolute Kaufempfehlung, denn neben einem großen Lineup von vielen Spider-Men aus früheren Geschichten, wie Ben Reilly als Scarlet-Spider, Spider-Ham oder Spider-Man Noir, bietet dieser Event vor allem eines: Einen Einblick in die unendlichen Möglichkeiten einen so fest etablierten Charakter wie Spider-Man, neu zu entdecken, zu definieren und aus anderen Perspektiven neu zu erfinden.

Edge of

 

Meine Comiclieferung im Februar 2015:

Marvel Comics

The Amazing Spider-Man #13
The Amazing Spider-Man #14
Scarlet Spiders #3
Spider-Verse Team up #3
Spider-Man 2099 #8
Spider-Man and the X-Men #2

Uncanny X-Men #30
Magneto #14
All new X-Men # 35
All new X-Men #36
Cyclops #10
X-Men #24
X-Force #15

Uncanny Avengers #1
Moon Knight #11

Image Comics

The Empty #1
Nameless #1
The Walking Dead #137

Wie meine Fotos entstehen II

Im ersten Teil habe ich versucht zu schildern, wie ich meine Motive aussuche, bzw. auf was ich achte und was im Wald und am Strand meine Favoriten sind. Auch wenn ich diesen Prozess nur schwer selber steuern kann und auf den Zufall hoffe, denn in weniger als einem von tausend Fotos arrangiere ich irgendwas. Ich versuche immer das einzufangen, was wirklich da ist.

Im zweiten Teil geht es nun um die Aufnahme an sich und wo die Motive tatsächlich zu finden sind. Aber ich will ehrlich mit euch sein: Ich kann euch das wirklich nicht sagen, weil ich es selber nie weiß. Aus diesem Grund, will ich euch diesmal an einem Beispiel zeigen, was ich sehe und wie ich vorgehe.

Ich möchte euch kurz mit zurücknehmen, auf eine sonntägliche Fototour in einen nahe gelegenen Wald Anfang Februar (zu finden unter Schnellschüsse – Eiswelt). Mein persönliches Ziel war es, so unweiße Fotos wie möglich zu machen. Bei einer weißgrauen Welt, in der sogar die kleinsten Äste mit Eis überzogen waren, hielt ich das für eine angemessene Herausforderung.
Der Wald ist nicht wirklich groß und wird gelegentlich von einer Straße oder einem Golfplatz unterbrochen. Viele Wege war bereits um 10 Uhr der Neuschnee von Nordicwalkern massakriert worden und ein paar Hundbesitzer waren auch schon unterwegs gewesen. So gut es ging, nahm ich Wege, die noch nicht zu viele Fußspuren aufwiesen und gelangt irgendwann an eine Straße und einen kleinen Wall am Wegesrand.

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Dieser kleine Wall rechts im Bild ist nun wirklich nichts besonderes in einem Wald. Allerdings ist bereits auf diesem Bild eines der Motive zu sehen, das mich an diesem Morgen am meisten beeindruckt und gefesselt hat.

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Meine Canon 550D ist die häufig mit einem 55-250mm Zoomobjektiv ausgestattet,meist bis ans Maximum reingezoomt und auf die dichteste Schärfe eingestellt. So bin ich gezwungen mit meinem Körper die Schärfe selber zu justieren.
Auf einem Filmseminar an der Kieler Uni wurde mal beiläufig ein Satz gesagt, der mir als einziges von diesem Wochenende im Gedächtnis blieb: „Wenn der Kamermann Schmerzen hat … DANN ist die Einstellung gut.“ Das gilt meist auch für Fotos. Zumindest für mich.

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Alle anschließenden Fotos, beschränken sich ausschließlich auf den Bildausschnitt im roten Rahmen:

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Wenn man bedenkt, dass ich in einem vollkommen weißen Gelände unterwegs war, ist dies vermutlich kein schlechtes Ergebnis. Dieses Moos empfand ich als Jackpot.

Mit etwas zeitlichem Abstand und mit ein bisschen Nachbearbeitung am Rechner (Aber auch nicht viel mehr als ein bisschen höheren Kontrast), entfaltet sich für mich eine ganz andere Welt. Mehr Tiefsee als Winterwald. Ein anderer Planet am Wegesrand.

Gibt es irgendwas, das euch interessiert? Dann lasst es mich wissen, denn so könnte aus diesem Thema vielleicht wirklich so etwas wie eine Rubrik werden.

Wie meine Fotos entstehen I

First things first:
Ich finde Menschen seltsam, die von sich behaupten „anders als Andere“ zu sein. Das erzeugt in mir gleich ein Gefühl von Abgrenzung. Nicht, weil ich mich sofort von so jemandem abgrenzen möchte, sondern weil er/sie es tut, obwohl es Fakt ist, dass wir eigentlich alle anders sind als andere. Jeder von uns ein Unikat. Selbst eineiige Zwillinge sind in der Regel Individuen… oder eben ein Doppelpack seltsamen Grusels.

Ich hole am Anfang kurz so weit aus, weil meine Wahrnehmung wohl manchmal ein wenig anders selektiert, als die der Menschen um mich herum. Vielleicht weil ich so genetisch konzipiert bin. Vielleicht weil ich einfach aufgrund von vergangenen Erfahrungen Eindrücke anders gewichte. Mir persönlich ist die Herkunft eigentlich ziemlich egal, weil ich es nur in den Momenten merke, in denen ich mich direkt mit anderen vergleiche.

Im Wald

Wenn ich beispielsweise in den Wald gehe, kann ich zwar auch die großen Bäume wahrnehmen und genießen, aber sie interessieren mich eigentlich nicht wirklich. Nur in seltenen Fällen mache ich wirklich ein brauchbares Foto von einem Baum.

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Was mich allerdings auf der anderen Seite sehr interessiert, sind alte Baumstümpfe oder Baumstämme, die mitten im Wald vor sich hinmodern. Ob nun von einem Sturm gefällt oder vom Förster mit der Kettensäge massakriert, ist in diesem Falle egal. Die Natur holt sich alles wieder zurück. This is where the magic happens.

 

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Jeder einzelne mit Moosen, Flechten und Farnen überzogene Stumpf ist für mich eine eigene kleine Welt. Oft ein kleines Plateau, das sich von dem umliegenden Waldboden extrem unterscheidet. Und auf jedes dieser Plateaus hat es eine andere Pflanzenart geschafft. Auf einigen wird noch um den dominanten Platz an der Sonne gekämpft.

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Die Rede ist hier auch nicht von besonders wilden Wäldern, denn die gibt es hier oben im Norden leider viel zu wenig. Ganz klassische kleine Spaziergehwälder, in denen sich vor allem Familien, Hundebesitzer und Nordicwalker herumtreiben. Eure Hausaufgabe für den nächsten Waldbesuch ist also klar: Sucht nach übermoosten Baumstämmen und lasst euch ein bisschen mitnehmen …

Am Meer

Schleswig-Holstein. Das Land der Horizonte.
Aber auch am Meer, an dem es ja eigentlich um die beruhigende Weitläufigkeit geht, selektiere ich. Wo andere die Nase im Wind haben und auf das Wasser über die Kante des Planeten schauen, wirke ich wie „Hans guck auf den Boden“. Was Moose und Flechten im Wald sind, sind Seepocken am Meer für mich.
Strandspaziergänger sammeln „schöne“ Muscheln und dekorieren nach ihrem Urlaub damit ihre Wohnung. Ich liebe das, was sie vermutlich niemals mitnehmen würden.

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Krebse, die sich kleine Häuser auf die Häuser von Muscheln bauen. Wie kann man das nicht cool finden? Ganze Städte, Burgen und Vulkane kann man entdecken und die Menschen sammeln saubere Muscheln … Völliges Unverständnis von meiner Seite. Mein Herz schlägt für die kleinen Ruinen, die an unsere Strände gespült werden … und ihre Herzen schlagen auch oft füreinander.

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Zugegeben, dies ist kein wirklicher Einblick darin, wie meine Fotos entstehen, aber ich hoffe ihr konntet immerhin einen kleinen Einblick darin gewinnen, wie ich meine Motive auswähle. Im folgenden Eintrag werde ich euch anhand des folgenden Bildes versuchen zu erklären, wohin ich genau schaue und wie ich vorgehe …

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Sind Comics Kunst?

Nachdem ich letzten Monat meine Sammlung neu sortiert habe und „erschreckend“ feststellen musste, dass ich im Besitz von 1.159 Comics (Hefte + Alben) bin, schwimme ich gerade wieder auf meiner eigens kreierten Hypewelle. Alles was Comics angeht, sauge ich derzeit geradezu in mich auf.
In diesem Zusammenhang bin ich dann über diesen Beitrag von Lisa Ruhfus gestolpert, in dem sie sich der Frage stellt, ob Comics Kunst sind und in diesem Zusammenhang den Berliner Comicladen Modern Graphics besucht. Vor allem denen empfehlen, die mit Comics erstmal nichts am Hut haben, empfehle ich den Beitrag sehr …

Obwohl Comics seit mehr als 26 Jahren mein Leben sehr intensiv begleiten, hat sich für mich nie die Frage gestellt, ob Comics als Kunst anzusehen sind oder nicht. Sie neben Filmen, Songs und Büchern nicht als Kunstform anzuerkennen, empfinde ich eher als unsagbar albern und kann nur von Menschen so gehandhabt werden, die sich mit dem Medium noch nicht ausreichend auseinander gesetzt haben …

Schnellschüsse – Eiswelt

Gestern noch über sich selber geärgert. Heute direkt den ersten Schritt Richtung Besserung gemacht.

Der erste Blick aus dem Fenster hat mich direkt nach draußen gelockt. Alles war vom Frost überzogen. Die Sonne ging irgendwo hinter einer Schliere aus Nebel auf.
Sachen zusammengepackt. Kaffee in den Thermosbecher. Stulle geschmiert. Auto frei gekratzt. Auf in den Wald und ins Moor.

Die Bilder zeigen für mich dieses mal sehr eindrücklich, warum ich Fotografie liebe:
Mit mir sind etwa 20 Nordicwalker am frühen Morgen durch den Schnee zwischen den Bäumen gestiefelt. Aber ich wette mit euch, dass keiner von ihnen die Welten gesehen hat, die ich festhalten konnte. Anhand von Bild Nummer vier, das mehr nach Tiefsee, als wirklich nach norddeutschem Mischwald aussieht, werde ich in den kommenden Tagen nochmal genauer erklären, wie meine Bilder tatsächlich entstehen.

Die Herausforderung am heutigen Tag war es, in einer Welt, die ausschließlich aus Weiß zu bestehen schien, etwas anderes zu finden.

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt