Schnellschüsse – Kleingartenanlage

Mehr als vier Monate ist der letzte Beitrag her … ob mir das peinlich sein sollte?
Weiß nicht … ob es das ist? Nö, an sich nicht.

In unserer Stadt steht mittlerweile eine Erstunterkunft für Flüchtlinge und weil die neben einem oberirdischen Propangastank steht und weil es leider immer mehr dumme Menschen gibt, die dumme Dinge tun, wird diese Unterkunft nun verlegt. Auf das Gelände einer ehemaligen Kleingartenanlage, von der ich nicht wusste, dass sie existiert. Weil ich neugierig war, bin ich dann dort mal hin gefahren und fand mein persönliches Fotoabenteuerland.
Durch die Zeitumstellung konnte ich heute vermeintlich früh starten und hatte mich tatsächlich ein bisschen gewappnet. Armeehose, Tropenstiefel und Regenjacke sollten mich davon schützen nicht allzu nass zu werden.
Ich  war keine zehn Minuten auf dem Gelände, als ich das Wasser zwischen meinen Zehen bemerkte. Weitere zehn Minuten später klebte mir bereits die Boxershorts am Mors. Ich hatte kaum was gesehen und war durch nass. Allerdings war dies vermutlich meine einzige Chance diese Anlage in diesem Zustand zu erforschen.
Eine Stunde später saß ich wieder im Auto und fühlte mich so, als wäre ich in einen der Teiche gefallen, die so mancher Kleingarten versteckt hielt. Trotzdem hatte ich ein Lächeln im Gesicht. Das war definitiv ein Abenteuer.


Traurigerweise wird dies nun in den kommenden Tagen abgerissen und ich werde vermutlich keine zweite Chance bekommen all das zu entdecken, was es zu entdecken gibt

Schnellschüsse – Mai 2015

Ein ganzer Monat, nur mit der Familie. Davon träumen vermutlich viele und mir gefällt es sehr, dass es die Möglichkeit gibt, so etwas zu nutzen.
Die Schnellschüsse in diesem Beitrag sind an drei Wochenenden im Mai entstanden. Die ersten vier Bilder sind aus einem Moor ganz in der Nähe von unserem Wohnsitz. Gefolgt von sieben Bildern von einer kleinen Steilküste in der Eckernförder Bucht an der Ostsee. Ganz zum Schluss dann noch einige Impressionen aus einem kleinen Waldstück, das ich am letzten Wochenende durch Zufall entdeckt habe und wohl auch noch öfter besuchen werde …


Schnellschüsse – Sydals

Anfang Mai haben wir uns als Familie eine kleine Auszeit gegönnt. Sieben Tage in einem kleinen Ferienhaus an der Ostsee.
Das war mir persönlich sehr wichtig, um einen scharfen Übergang zwischen Arbeit und meiner fünfwöchigen Elternzeit zu haben … normalerweise hängt mein Körper dann Zuhause ab und meine Gedanken sind noch auf der Arbeit.


Schnellschüsse – Robotersuche

Im letzten Jahr habe ich ein ja bereits ein paar Stunden investiert, um aufzudecken, wie „kreativ“ die Streetart meiner Kleinstadt sich gestaltet. Hier passiert diesbezüglich tatsächlich so wenig, dass jeder neue Streifzug eines Künstlers sofort zu bemerken ist. So habe ich vor gut einer Woche zwei kleine Sticker entdeckt, die mich inspirierten am Karfreitag sehr früh, mit einem Thermobecher Kaffee und einer Kamera bewaffnet, vor die Tür zu gehen und einen kleinen Streifzug durch die leere Innenstadt zu machen …

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Insgesamt habe ich 38 Sticker gefunden, die ich dem/den Roboter-Künstler/n zuordnen konnte. Ich traf fröhlich singende Männer, die auf dem Weg nach Hause von der Kripo mitgenommen wurden und einen Hundebesitzer, der sich für seine morgenmuffeligen Hunde entschuldigte und meine Robotersuche scheinbar sehr spannend fand.

Comics – Februar 2015

Comics haben immer einen Großteil meiner Freizeit ausgemacht. Als Kind war es das wöchentliche Micky Maus Magazin oder Lustige Taschenbücher, die ich regelrecht kaputt gelesen habe … mit acht Jahren entdeckte ich dann allerdings eine andere Welt.

Im Sommer fuhren wir sehr häufig an den Strand. Zwischen Parkplatz und Meer gibt es im Ostseebad Damp noch heute einen Supermarkt. Genau dort, kaufte ich von meinem eigenen Taschengeld im Sommer 1989 mein allererstes Spider-Man Comic, das ich tatsächlich noch heute besitze. Seitdem ist Spider-Man immer meine Nummer Eins gewesen und deswegen macht es in diesem Monat absolut Sinn über den abgeschlossenen Megaevent Spider-Verse zu schreiben.
Ich bin kein großer Fan von Megaevents … zumindest nicht mehr. Das liegt in erster Linie an der Vermarktung von Marvel, denn diese sich mittlerweile häufenden Events, gehen unangebracht ins Geld. Die Tatsache, dass man in den letzten Wochen auch noch zwei Events (Spiderverse & Axis) hat parallel laufen lassen, empfinde ich schon als unverschämt. Meine Ausgaben haben sich in diesen Wochen fast verdoppelt.
(Aber mit diesen Megaevents werde ich wohl noch in einem extra Artikel abrechnen müssen.)

Spider-Verse

 

SPV

In der Welt von Marvel gibt es eine Vielzahl von parallelen Universen. Neben der eigentlichen Welt, in der die meisten Handlungen spielen (Earth-616), ist vor allem das Ultimate Universum am bekanntesten und mit seinem „neuen“ Spider-Man Miles Morales zumindest einigen ein Begriff.

In diesem unendlichen Multiverse existieren ebenso viele Spider-WoMen und andere Spinnenwesen, die alle vor allem eines verbindet: Sie sind das entsprechende Spinnentotem ihres Universums.

Nun tritt eine Familie auf den Plan, ‚The Inheritors‚, die sich exakt aus der Energie dieser Spidertotems ernährt und sich aus diesem Grund durch das Multiverse mordet. Den Spider-WoMen bleibt nichts anderes übrig, als dieser übermächtigen Familie eine eigene Armee entgegen zu stellen und so rekrutieren sie möglichst viele Spidertotems aus möglichst vielen Universen, um in den Krieg zu ziehen.

Ich möchte gar nicht zu viel von der Story preisgeben, denn mich haben vor allem die vielen kleinen Spider-Men-Geschichten aus den unterschiedlichen Universen beeindruckt. Von Spider-Punk, der aus einem Universum stammt, das von einer Militärdiktatur geprägt ist, über Lady Spider, eine Version von Tante May aus einer Steampunk-Welt, bis hin zu Gigantenroboter-Spider-Man im Stile der Power Rangers.

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Seit Maximum Carnage hat mich kein Event mehr so mitgenommen wie Spider-Verse.

Seit Maximum Carnage hat sich allerdings auch vieles in der Fanstruktur getan. Auf Tumblr und Deviantart gibt es eine Vielzahl an Fanart, die diesen Event begleitet hat und tatsächlich dazu einlädt, sich ein bisschen mehr in dieses Multiversum zu begeben.
Marvel hat diesen Trend erkannt und reagiert auf die große Resonanz auf vor allem einen bestimmten Charakter: Mit Spider-Gwen startet demnächst ein Titel, der in einem völlig neuen Universum spielt. Anstatt Peter Parker wurde Gwen Stacy von der radioaktiven Spinne gebissen. Anstatt Gwen Stacy stirbt Peter Parker in den Armen der Heldin. Aber dazu dann eventuell an anderer Stelle später mehr.

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Spider-Verse ist eine absolute Kaufempfehlung, denn neben einem großen Lineup von vielen Spider-Men aus früheren Geschichten, wie Ben Reilly als Scarlet-Spider, Spider-Ham oder Spider-Man Noir, bietet dieser Event vor allem eines: Einen Einblick in die unendlichen Möglichkeiten einen so fest etablierten Charakter wie Spider-Man, neu zu entdecken, zu definieren und aus anderen Perspektiven neu zu erfinden.

Edge of

 

Meine Comiclieferung im Februar 2015:

Marvel Comics

The Amazing Spider-Man #13
The Amazing Spider-Man #14
Scarlet Spiders #3
Spider-Verse Team up #3
Spider-Man 2099 #8
Spider-Man and the X-Men #2

Uncanny X-Men #30
Magneto #14
All new X-Men # 35
All new X-Men #36
Cyclops #10
X-Men #24
X-Force #15

Uncanny Avengers #1
Moon Knight #11

Image Comics

The Empty #1
Nameless #1
The Walking Dead #137

Wie meine Fotos entstehen II

Im ersten Teil habe ich versucht zu schildern, wie ich meine Motive aussuche, bzw. auf was ich achte und was im Wald und am Strand meine Favoriten sind. Auch wenn ich diesen Prozess nur schwer selber steuern kann und auf den Zufall hoffe, denn in weniger als einem von tausend Fotos arrangiere ich irgendwas. Ich versuche immer das einzufangen, was wirklich da ist.

Im zweiten Teil geht es nun um die Aufnahme an sich und wo die Motive tatsächlich zu finden sind. Aber ich will ehrlich mit euch sein: Ich kann euch das wirklich nicht sagen, weil ich es selber nie weiß. Aus diesem Grund, will ich euch diesmal an einem Beispiel zeigen, was ich sehe und wie ich vorgehe.

Ich möchte euch kurz mit zurücknehmen, auf eine sonntägliche Fototour in einen nahe gelegenen Wald Anfang Februar (zu finden unter Schnellschüsse – Eiswelt). Mein persönliches Ziel war es, so unweiße Fotos wie möglich zu machen. Bei einer weißgrauen Welt, in der sogar die kleinsten Äste mit Eis überzogen waren, hielt ich das für eine angemessene Herausforderung.
Der Wald ist nicht wirklich groß und wird gelegentlich von einer Straße oder einem Golfplatz unterbrochen. Viele Wege war bereits um 10 Uhr der Neuschnee von Nordicwalkern massakriert worden und ein paar Hundbesitzer waren auch schon unterwegs gewesen. So gut es ging, nahm ich Wege, die noch nicht zu viele Fußspuren aufwiesen und gelangt irgendwann an eine Straße und einen kleinen Wall am Wegesrand.

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Dieser kleine Wall rechts im Bild ist nun wirklich nichts besonderes in einem Wald. Allerdings ist bereits auf diesem Bild eines der Motive zu sehen, das mich an diesem Morgen am meisten beeindruckt und gefesselt hat.

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Meine Canon 550D ist die häufig mit einem 55-250mm Zoomobjektiv ausgestattet,meist bis ans Maximum reingezoomt und auf die dichteste Schärfe eingestellt. So bin ich gezwungen mit meinem Körper die Schärfe selber zu justieren.
Auf einem Filmseminar an der Kieler Uni wurde mal beiläufig ein Satz gesagt, der mir als einziges von diesem Wochenende im Gedächtnis blieb: „Wenn der Kamermann Schmerzen hat … DANN ist die Einstellung gut.“ Das gilt meist auch für Fotos. Zumindest für mich.

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Alle anschließenden Fotos, beschränken sich ausschließlich auf den Bildausschnitt im roten Rahmen:

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Wenn man bedenkt, dass ich in einem vollkommen weißen Gelände unterwegs war, ist dies vermutlich kein schlechtes Ergebnis. Dieses Moos empfand ich als Jackpot.

Mit etwas zeitlichem Abstand und mit ein bisschen Nachbearbeitung am Rechner (Aber auch nicht viel mehr als ein bisschen höheren Kontrast), entfaltet sich für mich eine ganz andere Welt. Mehr Tiefsee als Winterwald. Ein anderer Planet am Wegesrand.

Gibt es irgendwas, das euch interessiert? Dann lasst es mich wissen, denn so könnte aus diesem Thema vielleicht wirklich so etwas wie eine Rubrik werden.

Wie meine Fotos entstehen I

First things first:
Ich finde Menschen seltsam, die von sich behaupten „anders als Andere“ zu sein. Das erzeugt in mir gleich ein Gefühl von Abgrenzung. Nicht, weil ich mich sofort von so jemandem abgrenzen möchte, sondern weil er/sie es tut, obwohl es Fakt ist, dass wir eigentlich alle anders sind als andere. Jeder von uns ein Unikat. Selbst eineiige Zwillinge sind in der Regel Individuen… oder eben ein Doppelpack seltsamen Grusels.

Ich hole am Anfang kurz so weit aus, weil meine Wahrnehmung wohl manchmal ein wenig anders selektiert, als die der Menschen um mich herum. Vielleicht weil ich so genetisch konzipiert bin. Vielleicht weil ich einfach aufgrund von vergangenen Erfahrungen Eindrücke anders gewichte. Mir persönlich ist die Herkunft eigentlich ziemlich egal, weil ich es nur in den Momenten merke, in denen ich mich direkt mit anderen vergleiche.

Im Wald

Wenn ich beispielsweise in den Wald gehe, kann ich zwar auch die großen Bäume wahrnehmen und genießen, aber sie interessieren mich eigentlich nicht wirklich. Nur in seltenen Fällen mache ich wirklich ein brauchbares Foto von einem Baum.

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Was mich allerdings auf der anderen Seite sehr interessiert, sind alte Baumstümpfe oder Baumstämme, die mitten im Wald vor sich hinmodern. Ob nun von einem Sturm gefällt oder vom Förster mit der Kettensäge massakriert, ist in diesem Falle egal. Die Natur holt sich alles wieder zurück. This is where the magic happens.

 

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Jeder einzelne mit Moosen, Flechten und Farnen überzogene Stumpf ist für mich eine eigene kleine Welt. Oft ein kleines Plateau, das sich von dem umliegenden Waldboden extrem unterscheidet. Und auf jedes dieser Plateaus hat es eine andere Pflanzenart geschafft. Auf einigen wird noch um den dominanten Platz an der Sonne gekämpft.

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Die Rede ist hier auch nicht von besonders wilden Wäldern, denn die gibt es hier oben im Norden leider viel zu wenig. Ganz klassische kleine Spaziergehwälder, in denen sich vor allem Familien, Hundebesitzer und Nordicwalker herumtreiben. Eure Hausaufgabe für den nächsten Waldbesuch ist also klar: Sucht nach übermoosten Baumstämmen und lasst euch ein bisschen mitnehmen …

Am Meer

Schleswig-Holstein. Das Land der Horizonte.
Aber auch am Meer, an dem es ja eigentlich um die beruhigende Weitläufigkeit geht, selektiere ich. Wo andere die Nase im Wind haben und auf das Wasser über die Kante des Planeten schauen, wirke ich wie „Hans guck auf den Boden“. Was Moose und Flechten im Wald sind, sind Seepocken am Meer für mich.
Strandspaziergänger sammeln „schöne“ Muscheln und dekorieren nach ihrem Urlaub damit ihre Wohnung. Ich liebe das, was sie vermutlich niemals mitnehmen würden.

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Krebse, die sich kleine Häuser auf die Häuser von Muscheln bauen. Wie kann man das nicht cool finden? Ganze Städte, Burgen und Vulkane kann man entdecken und die Menschen sammeln saubere Muscheln … Völliges Unverständnis von meiner Seite. Mein Herz schlägt für die kleinen Ruinen, die an unsere Strände gespült werden … und ihre Herzen schlagen auch oft füreinander.

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Zugegeben, dies ist kein wirklicher Einblick darin, wie meine Fotos entstehen, aber ich hoffe ihr konntet immerhin einen kleinen Einblick darin gewinnen, wie ich meine Motive auswähle. Im folgenden Eintrag werde ich euch anhand des folgenden Bildes versuchen zu erklären, wohin ich genau schaue und wie ich vorgehe …

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Sind Comics Kunst?

Nachdem ich letzten Monat meine Sammlung neu sortiert habe und „erschreckend“ feststellen musste, dass ich im Besitz von 1.159 Comics (Hefte + Alben) bin, schwimme ich gerade wieder auf meiner eigens kreierten Hypewelle. Alles was Comics angeht, sauge ich derzeit geradezu in mich auf.
In diesem Zusammenhang bin ich dann über diesen Beitrag von Lisa Ruhfus gestolpert, in dem sie sich der Frage stellt, ob Comics Kunst sind und in diesem Zusammenhang den Berliner Comicladen Modern Graphics besucht. Vor allem denen empfehlen, die mit Comics erstmal nichts am Hut haben, empfehle ich den Beitrag sehr …

Obwohl Comics seit mehr als 26 Jahren mein Leben sehr intensiv begleiten, hat sich für mich nie die Frage gestellt, ob Comics als Kunst anzusehen sind oder nicht. Sie neben Filmen, Songs und Büchern nicht als Kunstform anzuerkennen, empfinde ich eher als unsagbar albern und kann nur von Menschen so gehandhabt werden, die sich mit dem Medium noch nicht ausreichend auseinander gesetzt haben …

Schnellschüsse – Eiswelt

Gestern noch über sich selber geärgert. Heute direkt den ersten Schritt Richtung Besserung gemacht.

Der erste Blick aus dem Fenster hat mich direkt nach draußen gelockt. Alles war vom Frost überzogen. Die Sonne ging irgendwo hinter einer Schliere aus Nebel auf.
Sachen zusammengepackt. Kaffee in den Thermosbecher. Stulle geschmiert. Auto frei gekratzt. Auf in den Wald und ins Moor.

Die Bilder zeigen für mich dieses mal sehr eindrücklich, warum ich Fotografie liebe:
Mit mir sind etwa 20 Nordicwalker am frühen Morgen durch den Schnee zwischen den Bäumen gestiefelt. Aber ich wette mit euch, dass keiner von ihnen die Welten gesehen hat, die ich festhalten konnte. Anhand von Bild Nummer vier, das mehr nach Tiefsee, als wirklich nach norddeutschem Mischwald aussieht, werde ich in den kommenden Tagen nochmal genauer erklären, wie meine Bilder tatsächlich entstehen.

Die Herausforderung am heutigen Tag war es, in einer Welt, die ausschließlich aus Weiß zu bestehen schien, etwas anderes zu finden.

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse - Eiswelt

Schnellschüsse – Herbst 2014

Ich kann es nicht von der Hand weisen: Ich mache eindeutig zu wenig Fotos.
Damit meine ich eigentlich nicht „zu wenig„, sondern eher „fast gar keine mehr“ und das ist irgendwie unbefriedigend. In erster Linie für mich, denn in den Momenten, in denen ich Fotos mache, bin ich weg. Weg aus dem Alltag. Weg aus der Arbeitsdenke. Weg aus unserem gemeinsam Universum. Hermetisch abgeriegelt in meinem eigenen.

Mir ist bewusst, dass ich als Mensch viel zu viel darüber rede, was ich nicht mehr mache oder was ich wieder mehr machen sollte und wenn andere dieses Verhalten an den Tag legen, ist meine Geduld nicht von langer Dauer. „Dann mach es doch!? Verdammte Axt!“ Doch wer gut in aggressiven Ratschlägen ist, ist nicht unbedingt gut darin diese selber zu befolgen.

Aus diesem Grund gibt es diese Woche zehn Schnellschüsse aus dem letzten Herbst. Ganz einfach, weil ich in diesem Jahr noch keine Bilder gemacht habe.

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Comics – Januar 2015

Herzlich Willkommen,
zum erstem Versuch eine feste Rubrik in meinem Blog zu füttern.

Jeden Monat erhalte ich ein relativ gut gefülltes Paket vom Comichändler meines Vertrauens, das einen Stapel von mir vorbestellter US-Comics enthält. Als Kleinstädter ist dies tatsächlich eine gute Möglichkeit, um regelmäßig an seinen Lesestoff zu kommen.
In dieser noch namenlosen Rubrik findet ihr nun monatlich eine Liste der Hefte, die ich erhalten habe (ganz am Ende dieses Eintrags) und einen Einblick, in eine ausgewählte Serie, die ich aktuell verfolge und für lesenswert halte. Die Bandbreite ist da relativ groß, wobei ich schon einen hohen Anteil an klassischem Superheldenmaterial dabei habe.
Ich beantworte gerne eure Fragen, bzw. baue sie in zukünftige Artikel ein. Ob es nun Fragen zu einzelnen Serien sind oder was ich wem empfehlen würde zu lesen  … alle Fragen sind willkommen. Also keine Scheu.

Nun aber direkt zur ersten Comicvorstellung:

Cyclops

 

In bestimmten Kreisen bin ich für einen eher seltsamen Charaktergeschmack bekannt. Während viele sich Geschichten suchen, in denen vor allem die Hauptfigur eine gute Identifikationsmöglichkeit für einen selber bietet, feiere ich vor allem die Nebencharaktere. Die, von denen man immer nur so nebenbei was mitbekommt. Die, die in Comics nicht mal ihre eigene Serie bekommen würden …

So ist das aber nicht immer.Cyc

Während also bei den X-Men vor allem Wolverine favorisiert wird … stehe ausgerechnet ich auf den nervigen Anführer Scott „Cyclops“ Summers. Warum dem so ist, weiß ich eigentlich (wie so oft) nicht mal selber. Ich erinnere mich an ein Heft, das ich als Teenager gelesen habe, in dem Cyclops mit einer finsteren Meute von Magneto-Anhängern, in einer defekten Weltraumstation direkt aus dem Orbit in der Wüste landet. (Typischer Comicshit halt.) Als geborener Anführer, führt er selbstverständlich alle lebend wieder zurück in die Zivilisation.
Keine Ahnung, warum ausgerechnet diese Geschichte mit jedes mal in den Sinn kommt.

So war es für mich natürlich Pflicht, seine erste eigene fortlaufende Marvel-Serie zu verfolgen.
Aber lasst mich kurz ausholen, um euch zu erklären, wie es zu dieser Serie kam:

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Nachdem Cyclops, von der Macht des Phoenix besessen, seinen Mentor Professor X umgebracht hat, wurde er zu einem verfolgten Terroristen. Im Exil kämpft er nun seinen Kampf für die Rechte der Mutanten an der Seite von Magneto weiter. Die X-Men sind fast unversöhnlich zerrüttet. Um exakt diese Kluft zwischen den X-Men zu vermeiden, reist Beast in die Vergangenheit und bringt die fünf ursprünglichen X-Men (Cyclops, Jean Grey, Iceman, Beast und Angel) aus den Anfangsjahren der Schule für Mutanten in die Gegenwart, um vor allem Cyclops zu zeigen, was aus ihm niemals werden darf.

Nach viel hin und her, der es den ursprünglichen X-Men aus noch ungeklärten Gründen unmöglich macht, in ihre Zeit zurückzukehren, erfährt der 16jährige Scott, dass sein Vater nicht, wie angenommen in seiner Kindheit bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, sondern bei eben diesem von Außerirdischen entführt wurde und seitdem als Corsair der Weltraumpirat unterwegs ist. (Ihr merkt, handlungstechnisch wird hier nichts ausgelassen.) Als die beiden sich plötzlich gegenüberstehen, ist für Cyclops schnell klar, dass er hier und jetzt eine zweite Chance bekommt, ein Leben mit seinem Vater zu führen. Er kehrt den X-Men den Rücken und schließt sich den Piraten an. Und an diesem Punkt setzt die Serie an …

Ein in der Gegenwart festsitzender 16jähriger Cyclops, erlebt mit seinem Weltraumpiratenvater astreine Weltraumpiratenabenteuer. Neben einer brisanten Vater-Sohn-Beziehung, die sich auf die Hoffnung einer zweiten Chance stützt, geht es vor allem um die zwielichtige Vergangenheit von Corsair. Das Leben des Weltraumpiraten, der mit seiner Crew, den Starjammers, bereits seit 1977 das Marveluniversum unsicher macht, hat viele dunkle Ecken, denen sein Sohn nach und nach auf die Schliche kommt.

cyclops
Trotz des Settings, wird man beim Lesen mit klassischen Piratengeschichten belohnt. Es geht ums Kapern und Schmuggel, wir erleben fragwürdige Geschäfte mit noch fragwürdigeren Geschäftsleuten und werden Zeuge von Säbelkämpfen. Auch Schiffbruch bleibt nicht aus… nur eben im Weltraum. Mit Lasern. Und einer Menge Aliens.
Wer kann da schon widerstehen?

 

cyclops-preview-0031Creators: Greg Rucka, Russell Dauterman

Meine Comiclieferung im Januar 2015:

 

Marvel Comics
Amazing Spider-Man #12
Scarlet-Spiders #2
Spider-Man 2099 #7
Spider-Verse #2

Axis #8
Axis #9
Axis Revolutions #4
All-New Captain America #2
All-New Captain America #3

Moon Knight #10

Uncanny X-Men #29
All-New X-Men #34
X-Men #23
Cyclops #8
Cyclops #9
Magneto #13
X-Force #14

Empire of the Dead – Act 2 #5

Image Comics
Deadly Class #10
Black Science #11
The Walking Dead #136
C.O.W.L. #7